Absage der Infoveranstaltung

Die neusten Entwicklungszahlen der Covid-19-Erkrankten sowie der Bundesratsentscheid vom Sonntag, 18.10.2020, zwingen uns leider, die Infoveranstaltung «Kaplanenhausrestaurierung» vom
kommenden Sonntag, 25. Oktober 2020, abzusagen. Bei Interesse an einem Einzelgespräch können Sie auf Voranmeldung bei Brusa Bau Planungsbüro in das Projekt persönlich Einsicht nehmen. Zudem verweisen wir auf unsere informative Website «www.kaplanenhaus-steinen.ch».

Es gibt nur die Option Restaurieren für die Kaplanei Steinen

Für das Kaplanenhaus kommt nur eine Renovation in Frage.

Die Kaplanei-Pfrundstiftung Steinen packt die Renovation an. Ein Abriss des historischen Gebäudes kommt nicht in Frage.

Erhard Gick

Das Kaplanenhaus Steinen ist rund 200 Jahre alt. Lange Zeit sah es danach aus, das auf den ersten Anschein marode Haus abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen. «Daraus wird aber nichts. Es liegt ein Entscheid der Schwyzer Regierung vor, der es uns verbietet, das Haus abzureissen. Nur eine Renovation und Restaurierung kommt in Frage», sagt Kirchenverwalter Aldo Dubacher. Dem Gesuch der Kaplanei-Pfrundstiftung Steinen an die Schwyzer Regierung um Entlassung aus den Registern der Denkmalpflege wurde nicht entsprochen.

Karl Brusa, Mitglied der Renovationskommission und Baufachmann betrachtet die neue Variante, die von der Denkmalpflege gefordert wird, als vertretbar. «Wir haben die Bausubstanz untersucht. Sie ist besser, als es der äussere Anschein vermuten lässt. Das Dach hat das Haus ausgezeichnet geschützt, sodass auch das Gebälk nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Darauf können wir aufbauen. Aldo Dubacher und Karl Brusa betonen gemeinsam, dass auf Grund der vorliegenden Fakten des  Heimatschutzes und der Denkmalpflege tatsächlich nur eine Renovation oder ein «zerfallen lassen» mögliche Varianten sind. «Wir haben uns für die erstere entschieden», so der Kirchenveralter.

Renovation ist eine Herausforderung

Auch die Stimmbürger hatten am 7. Dezember 2019 mit hohen 85,5 Prozent Ja der Renovation des Kaplanenhauses zugestimmt. «Diese wird allerdings eine Herausforderung an die Baufachleute», hält Karl Brusa weiter fest. Kirchenverwalter Aldo Dubacher ist von den vorliegenden Plänen für die Renovation positiv gestimmt. An der Bauhülle sind wir an einen engen Rahmen gebunden. Im Innern hoffen wir aber auf einen gewissen Gestaltungsfreiraum.» Konkret wird man das Treppenhaus aussen an das Haus andocken. Das Kellergeschoss kann abgesenkt werden, damit man im dreigeschossigen Haus die besseren Raumhöhen erhält. Am System dieses Tätschhauses wird aber wenig geändert. Der erste Stock wird öffentliche Räume enthalten. Im zweiten Stock sind Sitzungszimmer vorgesehen und im 3. Stock soll eine Wohnung realisiert werden, so Aldo Dubacher. Daniela Lindauer, die ebenfalls der Renovationskommission angehört ist überzeugt, «dass wir mit diesem Baukonzept die längst benötigten Sitzungsräumlichkeiten erhalten. Für die Kirchgemeinde und für Vereine eine ideale Konstellation.»

Baubeginn ab Mitte 2021 vorgesehen

Bis Mitte 2021 wird das alte Kaplanenhaus noch von der Gemeinde Steinen genutzt. Seit einigen Jahren dient es als Asylunterkunft der Gemeinde. Da die Gemeinde Steinen ihr Bauvorhaben für eine neue Asylunterkunft derzeit realisiert, ist ein möglicher Baubeginn für 2021 realistisch. Die Restaurierung und Renovation ist zu einem grossen Teil finanziert. Die Pfrundstiftung rechnet mit Kosten von rund 1,55 Millionen Franken

Geld für neue Kaplanei gesprochen

Für die Kaplanei steht ein Legat zur renovation zur Verfügung.

Ein Legat ermöglicht der Kirchgemeinde die Erneuerung des denkmalgeschützten Kaplanenhauses. Die Stimmbürger stimmten dem Antrag an der Kirchgemeindeversammlung zu.

PATRICK KENEL

Die Jahresrechnung 2017, welche der Kirchenrat am Samstag an der Kirchgemeindeversammlung vorlegte, schloss mit einem Aufwandüberschuss von 56000 Franken ab. Die Kirchgemeinde möchte ihre Finanzlage stabilisieren. Bis 2023 sei von einer moderaten Entwicklung bei den Aufwendungen und Erträgen auszugehen, erklärte Verwalter Aldo Dubacher. Allenfalls müssten Korrekturen bei einer Stagnierung der Steuereinnahmen vorgenommen werden.

Die Normkosten, also der Aufwand pro Katholik, betragen in Steinen 266 Franken und sind damit unter dem kantonalen Durchschnitt von 289 Franken bei vergleichbaren Gemeinden. «Wir leben also kostenbewusst», meinte Dubacher.

Verwendung im Sinne der Verstorbenen

Mit der Erneuerung der Kaplanei aus dem 19. Jahrhundert soll nun ein grösseres Projekt angegangen werden, ohne die Steuergelder anzutasten. Vor der Umnutzung der bisherigen Asylunterkunft wird eine Sanierung oder gar ein Neubau nötig. David Beeler, im Kirchenrat zuständig für Gebäude und Wald, beantragte, dazu den Restbetrag von 1,12 Millionen Franken aus dem Legat von Karl und Katharina von Rickenbach zu entnehmen. Mit diesem Betrag könne ein bleibender Wert geschaffen werden, was im Sinne der beiden Verstorbenen sei, argumentierte der Kirchenrat. 2015 erhielt die Kirchgemeinde Steinen einen Betrag von 1,18 Millionen Franken aus deren Nachlass. Für die Kirchenreinigung im Mai 2017 konnte ein Teil dieses Geldes bereits verwendet werden.

«Die Planung steht noch ganz am Anfang. Einen Neubau würden wir bevorzugen, aber dafür braucht es die Zustimmung der Denkmalschutzbehörden», erläuterte Aldo Dubacher.

 

Im Finanzplan für 2019 wird die Planung mit 25000 Franken beziffert, während Abbruch und Neubau für 2020 vorgesehen sind. Sollte sich die Erneuerung der Kaplanei jedoch nicht realisieren lassen, würde das Geld anderweitig eingesetzt.

Bote der Urschweiz, 10. Dezember 2018

Kaplanei soll Neubau weichen

Die Kaplanei (Bildmitte), zwischen Liegenschaft Hirschen und Pfarrhaus (hinten), ist in einem desolaten Zustand. Sie soll erneuert, eventuell gänzlich durch einen Neubau ersetzt werden. Bild: Erhard Gick

Das Kaplanei-Gebäude stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist erneuerungsbedürftig. Der Kirchenrat möchte das Haus durch einen Neubau ersetzen, verbunden mit Auflagen.

ERHARD GICK

«Die Gemeinde Steinen ist die derzeitige Mieterin des Kaplanenhauses zwischen der Liegenschaft Hirschen und dem Steiner Pfarrhaus», sagt Albert Beeler, Vizepräsident des Kirchenrates. In der Tat wird das alte, in die Jahre gekommene Haus seit rund 16 Jahren der politischen Gemeinde zu einem symbolischen Preis überlassen, es wird von dieser zur Beherbergung der zugewiesenen Asylbewerber verwendet. «Die Gemeinde Steinen plant beim Feuerwehrlokal, dem ehemaligen Zeughaus, eine eigene Asylunterkunft zu realisieren. Dadurch wird die Kaplanei frei zur eigenen Nutzung durch die Kirchgemeinde», sagt Beeler.

Die Kaplanei in Steinen ist im Eigentum der Kaplaneipfrundstiftung Steinen und wird von der Kirchgemeinde Steinen verwaltet. «Es ist der Wunsch des Kirchenrates, die desolate Kaplanei durch einen Neubau zu ersetzen», so Beeler. Im Moment stehe diesem Vorhaben im Weg, dass das Haus sowohl als Einzelobjekt im «Kantonalen Inventar geschützter Bauten und Objekte» (Kigbo) eingetragen ist sowie im Verbund mit den Gebäuden der Gemeindeverwaltung und dem Pfarrhaus dem «Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz» (Isos) unterstellt ist. «Der Kirchenrat ist aber bestrebt, mit der kantonalen Denkmalpflege nach einer Lösung zu suchen. Im Idealfall soll das Haus aus dem Kigbo entlassen werden», sagt Beeler.

In ähnlichem Stil erneuern

Das Baujahr der Kaplanei wird im Isos mit der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts angegeben, das Baujahr der Gemeindeverwaltung mit dem 17./18. Jahrhundert und das Baujahr des Pfarrhauses mit 1653. Die Kaplanei ist somit das mit Abstand jüngste dieser drei gemäss Isos zusammengehörenden Gebäude. Dies sei auch gut an ihrem unterschiedlichen Baustil ersichtlich, hält der Kirchenrat fest. Gemeindeverwaltung und Pfarrhaus werden als «Blockbau mit Satteldach» bezeichnet, die Kaplanei als «Wohnstock mit Zeltdach». Geplant sei, falls der Kirchenrat mit seinem Anliegen beim kantonalen Denkmalpfleger durchkäme, das Gebäude im heutigen Stile zu erneuern.

Die künftige Nutzung würde primär der Öffentlichkeit dienen. Vorgesehen wäre auch eine Wohnung, die im neuen Kaplaneihaus realisiert werden könnte. Wie vom Kirchenrat zu erfahren war, soll die Erneuerung der Kaplanei zu einem Haupttraktandum der kommenden Kirchgemeindeversammlung werden.

Finanzierung zu einem wesentlichen Teil sichergestellt

Ein wichtiger Punkt bei diesem Projekt ist die Finanzierung sowohl der Planung wie der Erneuerung. Der Kirchenrat möchte die Finanzierung vor Auftrags-erteilung sicherstellen und von der Kirchgemeindeversammlung genehmigen lassen. Die Kirchgemeinde ist in der glücklichen Lage, dass Karl und Katharina von Rickenbach sel. der Kirche ein grosses Legat von nahezu 1,2 Mio. Franken hinterlassen haben. Eine erste Tranche dieses Vermächtnisses wurde für eine umfassende Reinigung und Ausbesserung kleiner Schäden im Innenraum der Pfarrkirche verwendet. Der Kirchenrat möchte nun einen Maximalbetrag von 1,12 Mio. Franken aus diesem Nachlass der Erneuerung der Kaplanei zuweisen.

Bote der Urschweiz, 6. Dezember 2018

Kaplanei in Steinen ist abbruchreif

 

Die Kaplanei in Steinen macht schon längst einen desolaten Eindruck. Die Kirchgemeinde hat Neubaugelüste. So einfach ist das aber gar nicht.

Es wird oft in die Natur geheizt. Die alte Kaplanei in Steinen, derzeit von Asylbewerbern bewohnt, ist in schlechtem baulichem Zustand. 

Die Katholische Kirchgemeinde Steinen hängt an ihrem Kaplaneihaus. Die Verantwortlichen sind sich aber auch bewusst, dass das alte Gebäude in sehr schlechten baulichen Zustand ist und dafür längerfristig eine Lösung her muss. Wie diese aussieht ist noch nicht definiert. Ein kompletter Neubau drängt sich jedoch auf. «Es lohnt scih nicht, an diesem Haus noch etwas zu machen oder zu investieren», sagt Kirchenverwalter Hans Schnüriger. Deshalb sei der Abriss und Neubau des Gebäudes, wie dies bereits vor einigen Jahren geplant war, die beste Lösung.

Wann die Kirchgemeinde die Abbruchpläne in die Realität umsetzen will, ist noch unklar. Dies werde kaum vor 2018 sein, so Schnüriger. Aktuell wird die Kaplanei übrigens als Asylunterkunft genutzt.

Neue Schwyzer Zeitung, 6. 12. 2018